Bürozeitkultur - Die Zukunft der Kultur?

Veranstaltung vom 24.10.2015
Doors 8AM | Concerts 9AM | End 5PM | Free

Verkehrte Welt im Fri-Son an diesem herbstlichen Samstag den 24.10.2015. Um acht Uhr in der früh öffneten die Türen, erste Gäste betraten das Lokal, der Zapfhahnen fing an zu fliessen, und um neun Uhr erschallten die ersten rockigen Töne der Freiburger Monoski. Es folgten in rascher Abfolge die Konzerte Freiburger und Schweizer Acts wie Patrick Bishop, Abu, Gustav, Kassette, Yellow Teeth und Anna Aaron. Um zwei steigt die Aftershow mit den tiefen Bässen von Feldermelder, Larytta und Trottles of the Dead. 

Über 2500 Menschen strömten zu diesem Anlass herbei, lauschten der Musik, redeten und tanzten. Punkt um 17 Uhr gingen die Lichter an und der Saal leerte sich: wie an einem normalen Fri-Son-Anlass wenn er denn nicht zu Bürozeiten stattgefunden hätte. 

Mit diesem Anlass wollte Fri-Son die Öffentlichkeit für Einschränkungen in ihrem Betrieb im Falle der Erstellung der geplanten Überbauung mit 300 Wohneinheiten gegenüber dem Eingang von Fri-Son, der sogenannten Butte de Pérolles, sensibilisieren. Einschränkungen, welche das Weiterbestehen der Institution Fri-Son akut gefährden

Einzigartig war an diesem Anlass die Durchmischung des Publikums von wenige Monate alten Babys bis zu Grauharigen. Alle Generationen von Fri-Sonianiern und -innen folgten dem frühmorgendlichen Weckruf ihres Klubs und manifestierten so ihre Verbundenheit mit ihrem Konzertlokal. Ihre persönliche Erinnerungen und ihre Verbundenheit konnten sie zudem an einer weissen Wand in der Bobine verewigen oder indem sie dem Unterstützungskomittee « Fri-Son im Zentrum » beitraten. welches mittlerweilen über 3200 Personen zählt. 

Die Freiburgerinnen und Freiburger sowie Musikliebhaber aus der ganzen Schweiz haben eine klare Botschaft hinterlassen: Fri-Son muss weiterhin bestehen und zwar im Zentrum von Freiburg. 

Fri-Son dankt allen Künstlern, allen Mitarbeitern des Fri-Son für die zusätzlichen Nacht- und Tagesschichten, teils über Wochen und letztlich, ihrem treuen Publikum, das es unterstützt.

Alle Fotos des Anlasses findet man hier

Photo by Jérémie Dubois 

Photo by Stemutz 

Photo by Jean-Marc Ayer 

Photo by Stemutz

Photo by Roselyne Collomb